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Mittwoch, 17. September 2014

Neue Eltern in der Schule

Ich verbrachte den gestrigen Tag in der Schule, so dass sich der heutige Mittwoch schon wie ein Freitag anfühlte. Das verwundert nicht, denn man muss wissen, dass ich das Haus bei Sonnenaufgang verließ und erst weit nach Sonnenuntergang wieder die heimischen vier Wände betreten durfte.

Dienstag, 22. Oktober 2013

Vom Sägen - Ein Missverständnis

Neulich berichtete mir meine Chefin eine kleine amüsante Geschichte, die die Schwierigkeiten der Kommunikation auf eine sehr schöne und unspektakuläre Art verdeutlicht. Schließlich ist Kommunikation ja schon per se und grundsätzlich durch Missverständnisse geprägt. Erstaunlicherweise gelingt sie uns dann doch hin und wieder, also mit ganz, ganz viel Glück. Im folgenden Beispiel geht die Kommunikation erst schief, dann wurde es peinlich und führte schlussendlich auch noch zu größerem Gelächter.

Eine Mutter berichtete meiner Chefin von einer anderen Mutter. Um es einfacher zu machen, gebe ich den Damen mal Namen. Also Frau Schaller berichtet, dass Frau Günter sie völlig in Rage, aufgebracht und wütend anrief. Frau Günter war auch zu recht so wütend, schließlich musste ihr Sohn Mario schon wieder unter der böswilligen Schikane von Schallers Sohn leiden und der Brad ist tatsächlich kein unbeschriebenes Blatt und teilt auch gerne immer mal wieder aus. Auf jeden Fall berichtete Frau Günter, dass der Brad dem armen Mario im Technik-Unterricht in die Flasche gepinkelt hätte. Frau Schaller war geschockt und bat Frau Günter mit ihrem Sohn zu sich zu kommen. Die Damen wohnen im selben Ort, sind auch nicht weiter abgelenkt und können sich auch mit viel Hingabe um ihre Söhne kümmern. Damit war ein schneller Besuch auch ohne Probleme zu meistern.

Freitag, 8. März 2013

E-Mail Anfrage

Bei einem Kollegen ging folgende E-Mail Anfrage von den Eltern einer Siebtklässlerin ein. Nun ist die Frage, was die Eltern nun wollten. Wir sind uns da im Kollegium auch nach längerer Diskussion nicht ganz sicher. Lautes, langsames und konzentriertes Vorlesen soll ja manchmal helfen, wenn sich der Inhalt eines Textes nicht auf den ersten Blick erschließt. Aber hier tat das nicht helfen... Komisch!

E-Mail-Anfrage, offensichtlich zum Zukunftstag, oder?

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Erziehungsfehler

Neulich bei einer Weiterbildung hingen auf verschiedenen Tafeln die unterschiedlichsten Sprüche, Geschichten und Zitate zum Thema "Elternarbeit" so völlig unkommentiert und im Grunde auch irgendwie motivationslos in der Gegend rum. Nur folgendes Zitat sprang mir  in die Augen und mit diesem Post möchte ich meine vollste Zustimmung zum Ausdruck bringen. Schüler sind häufig nur dann so schrecklich anstrengend, weil ihre Eltern das eben auch sind und die haben es dann vermutlich von ihren Eltern...



Dienstag, 6. November 2012

Kinderkacke

Die zehnten Klassen sind im Moment außer Haus und gerade im Praktikum. So hatte ich heut zwei wunderbare Freistunden, die ich mal so ausgiebig genießen konnte, indem ich mal wieder etwas tat, für das ich solange keine Muse hatte: ein neues Arbeitsblatt erstellen, gestalten und nach allen Regeln der Kunst zu formatieren. Das sieht mal wieder todschick aus, nur schade, dass ich jetzt schon weiß, dass die Schüler nicht zu schätzen wissen, wieviel Arbeit ich in solch ein selbst erstelltem Arbeitsblatt stecke. Das kann man sich ja alles fix und fertig bei gugl runterladen.

Außerdem konnte ich nochmal über den gestrigen Eltern-Schüler-Sprechtag sinnieren. Da war die kleine Lena aus der Siebten, die im Unterricht kaum den Mund aufbekommt, dafür allerdings immer fleißig am Schreiben ist - nur nicht das Tafelbild, sondern eher Briefchen an Thorsten aus der Achten. Als sie dann gestern neben ihrer Mutter und vor mir saß, kriegte sie plötzlich kaum noch den Mund zu und ich war erschüttert wie sich die Mutter von dieser kleinen unverschämten Kackbratze über den Mund fahren ließ. Auch Herr Drechsler stimmte mir zu. Er hatte kurz nach mir das Vergnügen. Kurzerhand hat er Lena rausgeschmissen, also nein, er hat sie höflich gebeten, den Raum zu verlassen, damit er sich in Ruhe mal alleine mit ihrer Mutter unterhalten kann. Dennoch beläuft sich das Resümee auf Altbekanntes.

Und dann war da noch dieses Verhalten, das Kindergartenniveau hatte und das obwohl ich mich, zumindest laut Stundenplan in einer siebten Klasse befand. Tobi erklärte mir, dass Max und Paul ihn mobben und ihn die ganze Zeit mit Papierkügelchen bewerfen. Tim war ganz aufgelöst, weil man ihm angeblich seinen Stift geklaut hatte und außerdem habe Martin ihn geschlagen. Darauf rechtfertigte sich Martin, dass aber Tim angefangen habe. Das ginge jetzt aber zu weit, erklärte Tim, er müsse sich ja schließlich wehren, wenn ... ja, wenn... Ich hätte mir das ja alles angehört, wenn ich das nicht schon gefühlte tausend Mal mit viel Ruhe, pädagogischer Fürsorge und einem dicken, fetten Helfersyndrom gemacht hätte. Ehrlich, ich hab mir immer für diese Kleinigkeiten viel Zeit genommen und nach Kompromissen und Erklärungen gesucht. Doch diesmal platzte es aus mir heraus: "Das ist doch alles Kinderkacke! Darüber diskutiere ich nicht! Schluss!!!"

Mittwoch, 11. Juli 2012

Der kleine Macho

Während der heutigen Zugfahrt hatte ich das Vergnügen mit einer besonderen Naturgewalt, welche auch noch besonders niedlich war. Im Mittelpunkt dieses Erlebnisses stand ein Zwerg von vielleicht zwei oder drei Jahren. Er hatte braunen Kullerknopfaugen, schwarzen Locken und war, wie schon erwähnt, eben insgesamt unheimlich knuffig. Dennoch erstaunte mich auf den ersten Blick mit welch unglaublicher Selbstsicherheit und Stärke er seine Eltern im Griff hatte. 

Die junge Frau, seine Mutter, die neben im saß, war wirklich hübsch mit ihren langen schwarzen Locken, dem Cappuccino-braunen Teint und den dunklen Augen, wenn auch schon mit sehr ausladenden Hüften und mehr als nur einem kleinen Bäuchlein über der etwas zu niedrig sitzenden Hüftjeans gesegnet. Sie war vielleicht Mitte 20. Ihr Mann, also der Vater war ein bulliger Typ, diplomatisch formuliert, vielleicht war er auch nur ein wenig zu fett oder auch einfach nur schwanger... Am Oberarm trug er ein Tätowierung: einen Stacheldraht, wie ihn, so glaube ich mich erinnern zu können, auch Pamela Anderson trägt. Unter dem Stacheldraht konnte man mir unbekannte Schriftzeichen lesen, wenn man sie lesen konnte. Ich schätze mal, das war arabisch. Ich möchte mich für die Klischeekiste entschuldigen, die ich jetzt aufziehe, wenn ich so dreist behaupte, dass es eine türkische Familie gewesen sein muss, aber wer seinen Sohn Ali nennt, der hat, nochmals tschuldigung, auch nicht anderes verdient.

Meine Aufmerksamkeit eroberte der kleine Ali als er nörgelnd und tobend an der schweren  Schwenktür zum Abteil hing, die er unter allen Umständen allein öffnen wollte, es  aber doch leider noch nicht schaffte, weil er nun doch noch etwas zu klein und zu schwach dafür war. Er beschwerte sich lautstark und zischte seinen Vater an als ihm dieser helfen wollte. Mit einem kleinen, unaufälligen Stupser öffnete Alis Vater die Tür. Ein weiterer Fahrgast im Abteil erklärte noch beherzt: "Musst noch 'ne Stulle mehr essen!" 
Ali hatte nun die freie Platzwahl und konnte sich nun, welch Überraschung (!), so kaum zwischen den vier Plätzen entscheiden. Er kletterte erst auf den Sitz rechts neben seinen Vater und stellte sich hin, um noch einen Blick auf seine Mutter zu werfen, die noch solange im Stehen wartete bis sich der kleine Pascha nun endlich mal entschieden hat. Alis Vater erklärte seinem Jungen zunächst einmal in einem recht barschen Ton, dass er sich setzen solle. Mit einer kleinen Verstimmung tat das nun der kleine und wirklich niedlich drollig dreinschauende Ali. Doch so recht passte ihm der Platz neben Daddy dann doch nicht, denn für ihn war nur der Platz an der Sonne, also am Fenster angemessen. So bestieg er den Platz am Fenster und saß nun seinem Vater gegenüber. Mami wartete solange brav. Das muss wirklich eine tolle Frau mit sehr viel Geduld sein. Beeindruckend! Denn ich fürchte mir wäre inzwischen schon der Kragen geplatzt, aber natürlich nur ganz höflich und pädagogisch wertvoll.
Nachdem nun King Ali seinen Platz eingenommen hatte, setzte sich auch die beeindruckend geduldige Frau, also seine Mutter. Doch nun begann das Theater erst richtig. Noch war Ali gut gelaut und lachte. Seinen braunen Äuglein funkelten, wenn auch bei genauerer Betrachtung schon ein wenig angriffslustig. Er gab seiner Mama ein Fantasiewort vor, welches sie wiederholen sollte. "tabi tabi to" Sie hatte wirklich Spaß daran, den kleinen Lehrer zu foppen, denn sie wiederholte die Silben immer falsch. Sie lachte herzhaft - NOCH! Denn der kleine Großmufti wurde böse. Er zog seine Mutter an ihren langen, schwarzen Locken. Das sah zwar schon irgendwie süß aus, wie Ali mit seiner Mutter kämpfte, aber in meinen Augen wirkte es grotesk, wie sie lachte, aber dabei "Aua!" rief. Das Spiel ging weiter. Alis Mama dachte sich immer weiter falsche Fantasieworte aus, um ihren kleinen süßen Stinker aus der Reserve zu locken. Bonsai-Chauvi Ali wurde wirklich sauer mit bösen Blicken und Handgreiflichkeiten versuchte er seine Mutter zu stoppen. Sie hatte wirklich viel Spaß, aber als Erwachsene hätte sie doch merken müssen, dass das für den kleinen Ali schon längst kein lustiges Spiel mehr war. Er schlug seine Mutter mit seinen kleinen Patschehand auf den Mund. Merkwürdig war nun, dass Alis Mama immer noch lachte.
Das war der Moment in dem Alis Papa wieder in das Spiel eingriff. Er packte seinen Thronfolger und schlug ihm auf die Finger, was der Kleine mit sofortigem und markerschütterndem Gebrüll quittierte. Jetzt sprachen Mama und Papa Ali türkisch (oder welche arabische Sprache das auch immer war). Sie diskutieren. Mama Ali war sauer. Ali auch. Dann zog Papa Ali seinen kleinen Schatz auf seinen Schoß und drückte ihn an seine starke Männerbrust um ihn zu trösten. Mini-Macker Ali schniefte und gab einen kleinen Seufzer von sich.
Er setzte sich nun auf und drehte sich zu seiner Mama. Offensichtlich stand nun eine Entschuldigung an, vermutlich nicht ganz freiwillig, dennoch schien es auf den ersten Blick so als hätte der kleine Superchecker verstanden, worum es ging. Nun schaute er seine Mutter mit einem fast schon reumütigen Blick an und  gab ihr die Hand, die er sich direkt an ihrer Hose wieder abwischte. Mama Ali lächelte schon fast wieder, wogegen Papa Ali böse schaute. So gab der Kleine mit unschuldsengelsgleichen Blick seiner Mutter nochmals die Hand zur Versöhnung und täuschte nur noch ganz schwach an, dass er die kleine Patschehand wiederum an Mamas Hose abwischen würde. Der Frieden oder einfach der Status quo schien wieder hergestellt. 

So züchten die Beiden ganz unabsichtlich einen neuen Obermacho heran, der sich für die absolute Krönung der Schöpfung hält und in spätestens einem Jahr nicht nur seine Eltern komplett im Griff hat.

Dienstag, 3. April 2012

Eltern-Lehrer-Schüler-Labertag

Gestern war ein langer Tag, denn die Schule lud die Eltern zum Gespräch. Grundsätzlich eine gute Gelegenheit für interessierte Eltern sich persönlich mit dem Lehrkörper über Leistung und Verhalten ihrer Schützlinge auszutauschen. 
Dennoch ließe sich die ganze Veranstaltung deutlich verkürzen, denn im Grunde bräuchten meine Kollegen und ich einfach nur zwei Platten. Denn auf Fragen wie:
Wie krieg ich meine Tochter auf eine 2?
Wie krieg ich meinen Sohn von der 5 runter? Der blauer Brief war schon ein ziemlicher Schock.
Oder in Situationen wie diesen:
Der knuddelige  Michi, der gerne mal mit seinem vorlauten Verhalten übers Ziel hinausschießt, will doch tatsächlich Abi machen. Seine Mutter fragt, wie er sich noch verbessern kann. Dabei muss er aber noch anmerken, dass er sich in meinem Unterricht wirklich schon stark gebessert hat, denn schließlich steht er ja schon auf 1,7.
Selbst für Härtefälle, wie Jenny, die schweigend neben ihrer Mutter saß und den Tränen nahe war, reicht eine Ansage von maximal drei Sätzen. Offensichtlich war ihr für drei Minuten tatsächlich klar, dass sie mit großer Wahrscheinlichkeit Sitzen bleiben wird. Nebenbei bemerkt vor wenigen Stunden im Unterricht verhielt sich noch ganz anders, nämlich launisch und zickig, unmotiviert und lustlos.

Die Platte, die ich hier brauch, müsste wie folgt besprochen sein: "Mit mehr mündlicher Beteiligung und Eigeninitiative kann sich der Notenschnitt deutlich verbessern. Tafelbilder abschreiben, Hausaufgaben machen und in erster Linie dem Unterricht folgen, also nicht mit dem Nachbarn quatschen, würden auch bessere Noten ergeben."

So und die zweite Platte wär ganz kurz, denn sie wäre dann für die Schüler, die den Inhalt der ersten Platte in vollem Umfang beherzigen und müsste nur "Weiter so!" beinhalten. Allerdings hatte ich mit Eltern solcher Schüler zumindest gestern nicht das Vergnügen.

Montag, 19. September 2011

Elternabend

Kann es sein, dass ich irgendwann schon mal behauptet hätte, ich mag keine Kinder? Ich meine, darum bin doch, so glaube ich zumindest im Moment, Lehrer geworden, weil ich keine Kinder mag und keine eigenen wollte. Moment! Oder war es anders herum?

Aber halt! Was wollte ich eigentlich mit diesem Post zum Ausdruck bringen? Ich hasse Eltern! Vor allem diejenigen, die immer alles besser wissen. Davon hab ich glücklicherweise nicht viele, sondern um genau zu sein im Grunde nur ein Paar, aber die wollen mir den ganzen Laden aufmischen. Und denn war noch die Frau, die prinzipiell alles in Frage stellte, aber heut nicht erschien, um sich mit ihr persönlich auseinanderzusetzen. Merkwürdig war an der ganzen Sache dann nur, dass alles offensichtlich doch gar nicht so schlimm ist, wie  dieses eine Elternpaar lauthals beklagte. Kein weiteres Elter (oder wie ist die Einzahl von Eltern?) meldete sich zu Wort, um die unfassbaren Missstände zu bestätigen. Mutmaßlich sind die dann doch nicht so dramastisch, drastisch oder dramatisch. Nach der heutigen Elternversammlung stellte ein Kollege fest: "Frau Dinges, mal ganz ehrlich, Sie haben aber eine schlimme Klasse!" Ich musste lachen und verneinte. Nein, meine Klasse ist nicht schwierig, sondern die Eltern. 

Wie ich immer so schön zu sagen pflege, immer alles eine Frage der Perspektive!

Montag, 4. April 2011

Solche und solche und solche Eltern

Schüler sind schon eine ausgesprochen merkwürdige Spezies, vor allem wenn sie von unzähligen Hormonen gebeutelt, mitten in der Pubertät stecken. Doch im Gegensatz zu Eltern sind Schüler doch meist harmlos.

Es gibt unterschiedliche Kategorien von Eltern. Am liebsten sind mir dabei die Entspannten, die ihr Kind zwar schützen, hegen und pflegen, aber im Allgemeinen doch laufen lassen. Eltern, die ihre Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen lassen, sind meiner Ansicht nach die besten Gesprächs- und Kooperationspartner an der Schulfront. Vor allem mischen sich solche Eltern nicht in meinen Job ein  und sind auch nicht der Ansicht, mir erklären zu müssen, wie der Hase im pädagogischen Fach so läuft. Ich würde schließlich auch nie auf die Idee kommen, einen Klempner oder einen Bäcker oder auch einen Gehirnchirugen mal eben zur Seite zu nehmen und zu erklären, dass er von seinem Handwerk keine Ahnung hat. Oder gar ganz offensiv formulieren, dass ich auf meinem Posten völlig fehlbesetzt sei, weil Töchterchen oder Sohnemann zu Haus dies oder das erzählt hat. Meine Chefin sagt immer, in unseren  Job reden immer nur zwei Leute rein: und zwar Hinz und Kunz! Und wo sie ausnahmsweise mal recht hat, da hat sie uneingeschränkt recht.

So musste ich mich mit Eltern auseinandersetzen, die vermutlich kein anderes Hobby haben außer sich um ihren Jungen zu kümmern. Es könne doch nicht sein, dass der Junge mit seiner Dies-, seiner Dings- und seiner was auch immer -kalkulie nicht die entsprechende Aufmerksamkeit erhält. Diese Eltern haben uns doch tatsächlich mehrfach unterstellt, dass wir unseren Job nicht richtig machen. Der Gedanke, dass ihr Junge unter Umständen parteiisch sein könnte, ist auch ohnehin völlig aus der Luft gegriffen. Es wäre geradezu skandalös zu erwarten, dass der Junge sich aufmerksam am Unterricht beteiligt, die Initiative ergreift und - welch freche Forderung - auch mal den Mund aufkriegt und zwar nicht zum Quatschen mit dem Nachbarn, sondern um etwas konstruktiv zum Unterricht beizutragen. Aber der arme Junge... Und wir sollten doch endlich mal Rücksicht nehmen! Worauf eigentlich? Dass er am Wochenende zu viel getrunken hat und deshalb noch völlig übernächtigt ist? Dass er davon zu gestresst ist, mit seinen teuren Markenklamotten zu prahlen? Oder dass er grad mal wieder keinen Bock hatte, die Grundlagen zu lernen?

Aber glücklicherweise habe ich im Moment das Gefühl, dass der Anteil der entspannten Eltern wesentlich höher ist. Doch eine weitere Kategorie von Eltern hab ich noch vergessen. Und zwar die, denen es egal ist, was ihr Kind macht... Und die sind dann letztendlich doch die unangenehmensten!