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Donnerstag, 30. April 2015

Schienenersatzverkehr nach Spanien

Manchmal, nein nicht manchmal, sondern immer gerade dann, wenn es schlecht läuft, sollte ich mir vorstellen in einen Bus zu steigen, der in die Sonne fährt. Das mag vielleicht für den Einen oder Anderen wie Beschiss aussehen, aber hey, ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt. Die beiden Männer vor ein paar Tagen im Bus haben den ganzen beschissenen grauen Tag auch mir Humor genommen.

Der Tag war nicht nur grau, kalt und regnerisch, sondern es haute sogar noch ein paar fiese, fette Schneeflocken auf die Erde. Und dabei war es schon Ende April, also quasi fast schon Mai. Das war zunächst schon mal ätzend genug. Doch dazu kam noch der Schienenersatzverkehr, der die Fahrt umständlich und ewig lang machte. Ist das nicht ein wirklich schönes Wort "Schienenersatzverkehr". Toll! Ich bin ja der festen Überzeugung, dass nur die deutsche Sprache solch schöne Wortungetüme möglich macht.
Nun, ich stieg in den Bus des Schienenersatzverkehrs und ließ mich auf meinen Sitz plumpsen. Ganz ehrlich, ich hatte schon jetzt keine Lust mehr. Da stiegen zwei Herren mittleren Alters ein, die das hier alles offensichtlich viel lustiger fanden wie ich. So begrüßte der Eine die Reisenden mit den Worten: "Ich heiße Sie herzlich willkommen im Reisebus nach Spanien." Fröhlich fügte der Zweite hinzu, dass wir nun den Badeanzug und die Sonnenbrille auspacken sollten. Der Erste lachte und erklärte: "Genau und in Kürze schenken wir dann auch Sangria aus!"

Na dann, auf nach Malle...

Montag, 28. Oktober 2013

Herbst

Da ist er nun schon wieder. Der Herbst. Noch bis gestern zeigte er uns bei strahlendem Sonnenschein alle seine schillernden Farben und heute bläst er rauh und heftig um die Ecken.


Mittwoch, 13. Februar 2013

Meer sein

Manchmal ist das Leben wunderbar, denn da steigt man in den Flieger und landet in Gegenden, die einem ohne die merkwürdigen Zufälle des Lebens noch nicht mal in den Sinn gekommen wäre. Sicherlich gehörte auch ein bisschen Mut dazu diesen Weg zu gehen, also im Grunde in diesen Flieger zu steigen. Aber der Lohn für diesen Mut war ein großartige Zeit am Meer, am Atlantischen Ozean, der mir am ersten Tag noch seine raue, windige Seite zeigte. Doch schon am zweiten Tag strahlte die Sonne vom blauen Himmel und bot damit die zuckersüße Kulisse für eine kitschige Liebesromanze: Spazieren am Strand, Kaffeetrinken am Meer, Bötchen und Möwen schauen. Ich hätte nie erwartet, dass es so entspannend sein kann, einfach auf einer Bank am Meer zu sitzen, sich die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen und dem Rauschen zu lauschen.

In Zukunft möcht ich jetzt gern öfter mal einfach nur (am) Meer sein.

Dienstag, 13. März 2012

Frühlingsboten

Eines Morgens, in aller Frühe reckten mir die ersten Frühlingsboten ihre Köpfchen entgegen. Es wird wärmer und ich freu mich auf die Sonne!


Donnerstag, 5. Januar 2012

Begrüßungsrituale

Heut hab ich auch mal wieder sehr viel gelernt, denn es ist außerordentlich interessant wie sich die Schülerinnen und Schüler untereinander begrüßen. Landläufig müsste man ja meinen ein einfaches "Hallo" würde ausreichen, aber weit gefehlt, denn hier gibt es zahllose Unterschiede. Ich glaube ja sogar, dass bei den Begrüßungsritualen nicht nur die jeweilige Tagesform, sondern auch die Hackordnung unter den Schülern deutlich wird.
Es begann schon am frühen Morgen am Bus. Ein kleines Grüppchen meiner Schüler stand da schon so rum. Meist geh ich so halb an ihnen vorbei, dreh ich mich kurz zu ihnen und, sag eben "moin" und tu so als würd ich mit denen sonst soweit nix zu tun haben. Schließlich bin ich noch nicht im Dienst. Bis dann doch plötzlich einer was von mir wissen will und je nach Laune und je nach Schüler geb ich eine Antwort und murmle noch so fast im Halbschlaf mit einem zugegebenermaßen kleinen, fiesen Grinsen im Gesicht "Nö, bin noch nicht im Dienst!" Worauf mir der Schüler antwortet, dass er ja eigentlich auch noch nicht im Dienst sei. "Und genau deshalb kann ich dir jetzt auch nicht dein Telefon wegnehmen und das Kaugummikauen verbieten...", entgegnete ich.
Aber halt, ich schweife ab, denn ich wollte ja über die unterschiedlichen Art und Weisen der Begrüßung berichten. Martin und John sind eigentlich gute Freunde, so dachte ich bis heut immer, aber nach der heutigen Begrüßung glaube ich, dass bei denen dicke Luft ist. In besagtem Grüppchen stand schon Martin und John kam hinzu. Die Jungs wurden alle zünftig mit Handschlag begrüßt und die Mädels mit einer angetäuschten und ein wenig halbherzig anmutenden Umarmung. Dann wollte John auch Martin die Hand geben, doch Martin verweigerte. John zuckte die Schultern und zog ab. Einige Minuten später tauchte ein mit etwas zu viel Wasserstoffperoxid gefärbter Blondschopf namens Linda auf. Sie drückte, knuddelte und herze alle. Am Ende dieses Gruppenkuschelns legte sie den rechten Arm über meine Schulter, wobei ich den linken Arm leicht hob und ihn kurz unterhalb ihres Schulterblattes ablegte. Ganz wichtig ist bei dieser Art von Umarmung den Gegenüber nicht wirklich herzig zu drücken, denn diese würde ein Zuviel an körperlicher Nähe bedeuten und das ist von beiden Seiten nicht unbedingt erwünscht.  Das nenne ich übrigens eine kurze, angetäuschte Umarmung, die allerdings in diesem Fall nicht unbedingt als herzlos zu bezeichnen ist.
Als an der nächsten Haltestelle weitere Schüler einstiegen, wurde es erst richtig spannend, was die Hackordnung bei der Begrüßung angeht. Ich möchte das an einem Beispiel verdeutlichen. Sophie stieg ein und das was jetzt kam, glich einer bis in kleinste Detail durchinszenierten Choreographie, was doch eigentlich "nur" Begrüßung war. Sie drehte sich nach rechts und links, um all ihre Freunde mit einem kleinen Küsschen auf die Wange zu begrüßen. So weit, so üblich. Doch dann erreichte sie den hinteren Teil des Busses, wo ihre Klassenkameraden und offensichtlich besten Freunde saßen. Die ersten beiden Jungs bekamen nur ein Küßchen auf die Wange. Dann war Linda dran und die bekam sogar schon Küsschen links und Küsschen rechts. Andreas wurde schon mit einer gewagten Dreierkombination (Küsschen links-rechts-links) begrüßt. Nachdem die beiden sich angemessen angestrahlt hatten, wurde Lisa begrüßt. Sie erhielt nach der einfachen Rechts-Links-Kombination noch einen Kuss auf den Mund. Abschließend wurde noch die hinterste Reihe gedrückt und geherzt. Das Highlight war dann die Begrüßung von Leander, der schlicht direkt einen Kuss auf den Mund gedrückt bekam. Nun war Sophie endlich, so hoffte ich, mit allen Begrüßungen soweit durch. 
Doch ich hatte mich geirrt. Nach der Such nach einem freien Platz landete sie neben mir und gab mir dann mit ihrem typischen Sonnenscheinstrahlelächeln die Hand und wünschte mir einen "Guten Morgen". Ich strahlte zurück und sagte natürlich auch ganz brav "Guten Morgen". Schließlich sind so außerordentlich freundliche und höfliche Schüler selten. Wir setzten unsere Kopfhörer auf und fürs erste war der Begrüßungsmarathon zumindest für Sophie erledigt.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Spektralfarben

Manchmal reicht ein Blick in den Himmel und schon ist man mitten in einer Kindheitserinnerung. Mir ging es vor ein paar Tagen so. Ein Blick in den Himmel und schon klang in mir ein Lied aus meiner Kindheit, das ich wirklich liebte. Wer kennt nicht die wunderbaren Kinderlieder von Lacky, also Reinhard Lakomy...

Der Blick in den Himmel
 Und bei diesem Titel kann ich wirklich nur sagen: das beste Lied aller Zeiten über die Spektralfarben!

Nachtrag: und wer das Liedchen gerne hören möchte, der sollte es einfach mal damit probieren.

Montag, 10. Oktober 2011

Goldener Oktober

Der Herbst begann mit warmen, sonnigen Tagen. Ich genoß die Sonne in T-Shirt bei einem kleinen Spaziergang. Doch glaubt man einer alten Bauerweisheit, müssen wir uns bald warm anziehen, denn  

Auf warmen Herbst folgt meist ein langer Winter.