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Freitag, 13. Dezember 2013

Silvesterknallen

Es gibt diesen Unterricht, der läuft von alleine. Die Schüler arbeiten in Gruppen, sie arbeiten wirklich und quatschen nicht. Ich liebe diese Atmosphäre, denn es ist entspannt für die Schüler, aber natürlich auch für mich. Denn ich muss nicht ständig wie ein Schießhund lauern und kontrollieren, wer was macht oder eben im Zweifelsfall eben auch nicht macht. Im Grunde nervt es mich nämlich unglaublich den Schülern ständig gebetsmühlenartig ihre Fehler aufzuzeigen. Mir macht es viel mehr Spaß mir die Gruppenarbeiten anzusehen, zu loben und mich zu freuen, was alles läuft. In dieser Atmosphäre werden meine Tipps und Hinweise nicht als Kritik aufgefasst (unter dem Motto: "Sie finden immer alles scheiße!" oder "Sie sind nie zufrieden!"), sondern als Unterstützung. Zumindest glaube ich das gern und red es mir deswegen auch besonders gern ein.

In einer solchen gelösten Gruppenarbeitsstunde fragte mich Deniz, was ich denn Silvester machen würde.

Freitag, 9. Dezember 2011

Ein Gedicht


Erich Kästner
Der Dezember
Schnee aus dem vergangenen Jahr
 
Das Jahr ward alt. Hat dünne Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.

Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.

Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, dass man's versteht.

Ein echter Winter aus dem vergangenen Jahr
Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.

Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.

Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
"Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht."