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Montag, 23. März 2015

Montagig - Ein neues Wort

Am Ende des montäglichen Schultages, also von 14 bis 15 Uhr bin ich noch für eine handvoll Schüler verantwortlich, um ihren Deutschkenntnissen auf die Sprünge zu helfen. Mit drei sehr unterschiedlichen und sehr lustigen Jungs sitze ich dann am Tisch und pauke Rechtschreibung.

Ich frage Max, einen sehr stillen Junge, wie es ihm geht. Manche würden behaupten, er würde den Anderen nur die Luft weg atmen. Ich seh das nicht so, aber das ist eben auch mal wieder nur eine Frage der Perspektive. Er rollt mit den Augen, zuckt die Schultern und sagt dann leise mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht nur "Irgendwie montagig." Im Grunde hatte ich noch so gar kein genaues Bild von dem, was der Junge mit seiner kreativen Wortneuschöpfung ausdrücken will, aber ich sagte aus tiefstem Herzen einfach nur "Ja." Wir lachten beide.

Dann schauten die beiden anderen Jungs neugierig, denn sie hatten gar nicht mitbekommen, worüber wir uns unterhielten. Ich wiederholte, dass Max meinte, er fühle sich montagig. Es bedurfte keiner Erklärung. Die beiden anderen Jungs wussten gleich, was Max meinte. So bat ich um Synonyme für diese schicke Wortschöpfung und folgendes boten sie mir an: schlecht, müde, genervt, frustriert, depressiv, schlecht gelaunt.

Na das passt doch perfekt!

Montag, 18. August 2014

Ein Ort für Gedanken

Vor ein paar Wochen stellte ich mir die Frage, warum mir die Geschichten für meinen Blog fehlen. Gibt es etwa keine guten Geschichten mehr? Sehe ich sie nicht mehr? Oder wenn ich sie sehe, vergesse ich sie zu schnell? Vielleicht fehlt mir auch das Fingerspitzengefühl die erlebten Geschichten in Worte zu fassen. Um die Worte, die ja bekanntlich all zu flüchtig sind, weil sie wild in meinem Kopf umher schwirren, festzuhalten, habe ich einen Ort gefunden, in dem nun meine Gedanken wohnen dürfen bis ich entscheide, dass sie in die große weite Welt ausziehen dürfen und sich hier in meinen Blog einnisten dürfen.

Ich möchte Euch gern diesen Ort zeigen. Es ist ein kleiner, grüner und besteht aus einem festen Einband und schönem, griffigen Papier. In den nächsten Tagen werde ich nachschauen und sicher auch einigen dieser Gedanken den Weg in die Freiheit schenken. Seit bitte vorsichtig mit ihnen, denn sie sind für mich etwas ganz besonderes.


Mittwoch, 21. August 2013

Ferienbedingter Sprachverlust

Ich weiß, ich weiß. Lange musstet ihr auf neue Geschichten warten und dabei liegen einige Anekdoten in Form von kleinen Zettelchen mit Stichworten auf meinem Schreibtisch. Mir fehlte die Muse, mir fehlten die Worte. Zeit hatte ich ja jede Menge, denn es sind ja nun erst seit zwei Wochen und 3 Tagen wieder Schule. Aber vielleicht lag es ja auch genau daran, dass sich meine Gedanken den Raum nahmen, sich keck erhoben, ausflogen und sich nicht durch Worte fesseln ließen.

Aber heut plötzlich sind sie alle wieder hier. Heut macht es mir wieder Spaß und die Worte fließen. Und gleich gibt es eine neue Schulgeschichte. Und vielleicht laufen ja dann auch die anderen Geschichten, die hier auf meinem Schreibtisch geparkt sind. Ich hätte da noch folgende Themen in petto: Zähneputzen, Wichsfleck und Fleischwunde bei der Flucht.