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| (Quelle: Kleebaum Verlag) |
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Dienstag, 17. Januar 2012
Freitag, 9. Dezember 2011
Ein Gedicht
Erich Kästner
Der Dezember
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| Schnee aus dem vergangenen Jahr |
Das
Jahr ward alt. Hat dünne Haar.
Ist
gar nicht sehr gesund.
Kennt
seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt
gar die letzte Stund.
Ist
viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht
beides unterm Schnee.
Weiß
liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und
Wehmut tut halt weh.
Noch
wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts
bleibt. Und nichts vergeht.
Ist
alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt
nichts, dass man's versteht.
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| Ein echter Winter aus dem vergangenen Jahr |
Und
wieder stapft der Nikolaus
durch
jeden Kindertraum.
Und
wieder blüht in jedem Haus
der
goldengrüne Baum.
Warst
auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie
hold Christbäume blühn.
Hast
nun den Weihnachtsmann gespielt
und
glaubst nicht mehr an ihn.
Bald
trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann
dröhnt das Erz und spricht:
"Das
Jahr kennt seinen letzten Tag,
und
du kennst deinen nicht."
Dienstag, 12. April 2011
Unfug
sind nicht etwa nur die schuld,
die ihn tun,
sondern auch die,
die ihn nicht verhindern.
All nonsense that happens
are not only the one guilty
who do it
but even those
that did not stop.
Sonntag, 13. Juni 2010
Kindheit
"Die meisten Menschen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut.
Sie vergessen sie wie eine Telefonnummer, die nicht mehr gilt.
Früher waren sie Kinder,
dann wurden sie Erwachsene,
aber was sind sie nun?
Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch."
Erich Kästner
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