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Montag, 23. März 2015

Montagig - Ein neues Wort

Am Ende des montäglichen Schultages, also von 14 bis 15 Uhr bin ich noch für eine handvoll Schüler verantwortlich, um ihren Deutschkenntnissen auf die Sprünge zu helfen. Mit drei sehr unterschiedlichen und sehr lustigen Jungs sitze ich dann am Tisch und pauke Rechtschreibung.

Ich frage Max, einen sehr stillen Junge, wie es ihm geht. Manche würden behaupten, er würde den Anderen nur die Luft weg atmen. Ich seh das nicht so, aber das ist eben auch mal wieder nur eine Frage der Perspektive. Er rollt mit den Augen, zuckt die Schultern und sagt dann leise mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht nur "Irgendwie montagig." Im Grunde hatte ich noch so gar kein genaues Bild von dem, was der Junge mit seiner kreativen Wortneuschöpfung ausdrücken will, aber ich sagte aus tiefstem Herzen einfach nur "Ja." Wir lachten beide.

Dann schauten die beiden anderen Jungs neugierig, denn sie hatten gar nicht mitbekommen, worüber wir uns unterhielten. Ich wiederholte, dass Max meinte, er fühle sich montagig. Es bedurfte keiner Erklärung. Die beiden anderen Jungs wussten gleich, was Max meinte. So bat ich um Synonyme für diese schicke Wortschöpfung und folgendes boten sie mir an: schlecht, müde, genervt, frustriert, depressiv, schlecht gelaunt.

Na das passt doch perfekt!

Montag, 22. November 2010

Schon wieder Montag!



Am Montag Morgen geht mir immer ein Titel durch den Kopf und zwar  ganz genau dieser hier von den Boomtown Rats. Und immer wenn ich Montag Morgen in der ersten Stunde vor der 9B stehe, dann weiß ich auch wieder ganz genau, warum ich keine Montage mag.
Außerdem wird mir dann auch wieder klar, warum ich die Klasse nicht mag. Da steht der große, trottelige Toni vor mir und versucht mich schon vor der ersten Stunde in eine Diskussion zu verwickeln, warum ich denn schon wieder ausgerechnet von ihm etwas wolle. Er könne ja machen, was er wolle und er würde ja sowieso eine schlechte Note bekommen. Ich hebe an, doch verschlucke noch schnell die ersten Silben und kann mich gerade noch stoppen, denn Toni muss immer das letzte Wort haben. Es ist sinnlos, nur verschwendete Zeit, Mühe und unnötig strapazierte Nerven. Toni versteht es nicht, nein, er will es auch gar nicht verstehen, weil er ja gar nichts dafür kann. Er atmet seinen Mitschülern nur den Sauerstoff weg. Sonst nichts! Komischerweise sind irgendwie alle ungerecht zu ihm. Ich versteh das nicht...