Bei dieser tollen Farbkombination hab ich mich gefragt, wer hat denn eigentlich behauptet, dass man mit Essen nicht spielen darf. Ich finde, wenn dabei etwas so Schönes und dazu noch ausgesprochen Leckeres herauskommt, dann sollte es durchaus erlaubt sein, mit dem Essen zu spielen.
Für eine schöne Portion brauche ich folgende Zutaten:Donnerstag, 14. Mai 2015
Samstag, 2. Mai 2015
Gespräch beim Bäcker
Kunde: "Kirschkuchen."
Der Herr tippt mit dem Finger auf die Scheibe. Kleine Pause.
Kunde: "Das war's."
Der Kunde würdigt die Verkäuferin keines Blickes.
Verkäuferin: "Das macht dann 3,80€, bitte."
Der Herr tippt mit dem Finger auf die Scheibe. Kleine Pause.
Kunde: "Das war's."
Der Kunde würdigt die Verkäuferin keines Blickes.
Verkäuferin: "Das macht dann 3,80€, bitte."
Ich stand daneben und konnte es kaum fassen. Das war wohl das kürzeste Verkaufsgespräch, das ich jemals in meinem Leben mitbekommen habe. Dieser ältere Herr ließ jeglichen guten Umgangston vermissen. Er hätte seinen Kuchen auch gut und gerne aus einem Automaten ziehen können. Mit solch einem Gerät hätte er wenigstens nicht reden müssen.
Ich hoffe sehr, dass dies die Ausnahme ist und wünsche allen, die im Einzelhandel arbeiten einen ruhiges und entspanntes Wochenende. Ich möchte mich jetzt eigentlich gern bei allen Dienstleistern dafür bedanken, dass sie trotz solcher Kunden freundlich bleiben.
Donnerstag, 30. April 2015
Schienenersatzverkehr nach Spanien
Manchmal, nein nicht manchmal, sondern immer gerade dann, wenn es schlecht läuft, sollte ich mir vorstellen in einen Bus zu steigen, der in die Sonne fährt. Das mag vielleicht für den Einen oder Anderen wie Beschiss aussehen, aber hey, ich mach mir die Welt wie sie mir gefällt. Die beiden Männer vor ein paar Tagen im Bus haben den ganzen beschissenen grauen Tag auch mir Humor genommen.
Der Tag war nicht nur grau, kalt und regnerisch, sondern es haute sogar noch ein paar fiese, fette Schneeflocken auf die Erde. Und dabei war es schon Ende April, also quasi fast schon Mai. Das war zunächst schon mal ätzend genug. Doch dazu kam noch der Schienenersatzverkehr, der die Fahrt umständlich und ewig lang machte. Ist das nicht ein wirklich schönes Wort "Schienenersatzverkehr". Toll! Ich bin ja der festen Überzeugung, dass nur die deutsche Sprache solch schöne Wortungetüme möglich macht.
Nun, ich stieg in den Bus des Schienenersatzverkehrs und ließ mich auf meinen Sitz plumpsen. Ganz ehrlich, ich hatte schon jetzt keine Lust mehr. Da stiegen zwei Herren mittleren Alters ein, die das hier alles offensichtlich viel lustiger fanden wie ich. So begrüßte der Eine die Reisenden mit den Worten: "Ich heiße Sie herzlich willkommen im Reisebus nach Spanien." Fröhlich fügte der Zweite hinzu, dass wir nun den Badeanzug und die Sonnenbrille auspacken sollten. Der Erste lachte und erklärte: "Genau und in Kürze schenken wir dann auch Sangria aus!"
Na dann, auf nach Malle...
Montag, 23. März 2015
Montagig - Ein neues Wort
Am Ende des montäglichen Schultages, also von 14 bis 15 Uhr bin ich noch für eine handvoll Schüler verantwortlich, um ihren Deutschkenntnissen auf die Sprünge zu helfen. Mit drei sehr unterschiedlichen und sehr lustigen Jungs sitze ich dann am Tisch und pauke Rechtschreibung.
Ich frage Max, einen sehr stillen Junge, wie es ihm geht. Manche würden behaupten, er würde den Anderen nur die Luft weg atmen. Ich seh das nicht so, aber das ist eben auch mal wieder nur eine Frage der Perspektive. Er rollt mit den Augen, zuckt die Schultern und sagt dann leise mit einem schelmischen Grinsen im Gesicht nur "Irgendwie montagig." Im Grunde hatte ich noch so gar kein genaues Bild von dem, was der Junge mit seiner kreativen Wortneuschöpfung ausdrücken will, aber ich sagte aus tiefstem Herzen einfach nur "Ja." Wir lachten beide.
Dann schauten die beiden anderen Jungs neugierig, denn sie hatten gar nicht mitbekommen, worüber wir uns unterhielten. Ich wiederholte, dass Max meinte, er fühle sich montagig. Es bedurfte keiner Erklärung. Die beiden anderen Jungs wussten gleich, was Max meinte. So bat ich um Synonyme für diese schicke Wortschöpfung und folgendes boten sie mir an: schlecht, müde, genervt, frustriert, depressiv, schlecht gelaunt.
Na das passt doch perfekt!
Freitag, 13. März 2015
Freitagsfüller Nr. 28
- Ein kleines bisschen mehr Menschlichkeit täte uns allen gut.
- Leitungswasser statt Mineralwasser ist eine preiswerte Lösung.
- Manchmal kann ich kaum fassen, was ich für ein dickes, fettes Glück in meinem Leben habe.
- Ich freue mich auf Frühlingsgefühle, wenn es richtig Frühling wird.
- Ich habe Lust auf Leben und Liebe.
- Gutes Brot ist
sindschwer zu finden. - Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Ruhe und Entspannung, morgen habe ich einen spontanen Ausflug geplant und Sonntag möchte ich vermutlich am liebsten gar nichts tun, aber mir macht ja keiner die Bude sauber, so dass ich wohl wieder selbst ran muss!
Mittwoch, 11. März 2015
Vertretungsplan, Freistunde und ein Handwerker ohne Werkzeug
Vertretungspläne haben ihre Tücken, vor allem dann, wenn man sie nicht liest. Das gilt nicht nur für Schüler, sondern wie ich heute erfahren musste auch für mich, also für Lehrer.
Zunächst lief mir direkt in der ersten Pause eines der blonden Mäuschen aus einer achten Klasse über den Weg. Sie trug ihr süßestes Lächeln im Gesicht und flötete amüsiert: "Guten Morgen, Frau Dingens, ich hab meine Geo-Sachen nicht dabei. Ich hab den Vertretungsplan nicht gelesen." Ich war überrascht, runzelte die Stirn, weil ich kurz nachdenken musste und antwortete verdutzt: "Aber wir haben doch heute planmäßig Geographie." Sie lachte und wiederholte, dass sie aber trotzdem ihre Sachen nicht dabei habe. Dann verschwand sie fröhlich lachend mit ihren Freundinnen, die mir an dieser Stelle noch so ganz nebenbei mitteilten, dass sie auch ihre Geo-Sachen dabei hätten. Ich stell mir gerade einen Handwerker auf einer Baustelle vor, der sein Werkzeug und sein Material vergessen hat. Optimale Arbeitsbedingungen würd ich mal sagen...
Und ich habe den Vertretungsplan auch nicht richtig gelesen, denn ich habe jetzt eine überraschende Freistunde und freu mich. Auch mal schön! Manchmal muss man eben auch einfach mal Glück haben.
Freitag, 20. Februar 2015
Vorurteile und die Glitzerfee in der Werkstatt
Ich kenne ja die meisten meiner Schüler eben nur so als quasi gewöhnliche Schüler. Nun ist natürlich keiner meiner Schüler gewöhnlich, aber sie sitzen nun eben einfach in meinem Unterricht rum und verhalten sich. Sie verhalten sich wie man es eben so von einem Schüler erwartet.
Meine lieben Leser, ihr wisst schon, was ich meine. So Schüler halt... Es gibt da unterschiedliche Typen von Schülern. Der klassische Streber ist bei uns eher selten zu finden und sollte da doch mal einer dabei sein, dann ist das vermutlich eher ein Versehen und auf kurz oder lang passt er sich auch dem Niveau der anderen Schüler an. Also, der Streber, er sitzt ruhig auf seinem Platz hört zu, meldet sich und hat immer ganz tolle Antworten. Wenn sich einer dieser Strebertypen meldet, muss ich abwägen, ob ich ihn gleich dran nehme oder ihn noch etwas schmoren lasse. So einer kann nämlich die ganze Stimmung versauen, wenn er oder auch gerne mal eine Sie sofort auf Anhieb die Frage in absoluter Perfektion beantworten kann.
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