Freitag, 8. Oktober 2010

Freitagsfüller Nr. 7

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  1. Wenn ich morgen im Lotto gewinnen würde, wäre ich äußerst skeptisch, denn ich spiele kein Lotto.
  2. Ins Bett kuscheln (am besten zu zweit) ist das Beste an kalten Herbstabenden.
  3. Im Kino  war ich schon länger nicht, würd ich aber gern wieder.
  4. Ich müsste in meiner neuen Wohnung mal klar Schiff machen, aber ich habe keine Lust dazu.
  5. Zum Wachwerden  brauch ich Kaffee und den besten Radiosender Deutschlands (Radio 1).
  6. Ist zuviel wirklich zuviel?
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein oder zwei entspannte Bierchen, morgen habe ich Shopping in the city geplant und Sonntag möchte ich einen lieben Freund treffen!


 Freitagsfüller #80, gefunden bei Barbara

Dienstag, 5. Oktober 2010

Einschleimen, oder was?

Nachdem ich ja nun endlich als Lehrer geoutet habe, kann ich ja nun mit dem Ablästern anfangen. Alles begann letzte Woche in meiner Lieblingsklasse der Neunten. Und es begann mit dem ultimativen Beweis dafür, dass ich mich vor pubertären Jugendlichen befinde, die den lieben langen Tag nur eines im Kopf haben und das hat so absolut gar nichts mit Schule zu tun. Die Beantwortung der Frage: "Na was?" erübrigt sich nachdem man sich nochmal vergegenwärtigt, dass es sich um pubertierende Jungs im Alter von etwa 15 oder 16 Jahren handelt, die mit einer Überdosis Testosteron ausgestattet, nicht wissen wohin damit. 
Es begann also damit, dass ich zwei Jungs zu überschwänglichen Gejohle veranlasste und zwar lediglich mit dem Wort "Alarmglocken". Nachdem das Wort "Alarmglocken" meine Lippen verließ, schauten sich die Beiden an und prusteten wie aus einem Mund: "Ey Alta, haste gehört... Glocken". Ohne Worte drehte ich mich um und verschwand in Richtung Tafel. Wobei es mir zugegeben einigermaßen schwer fiel, ob dieser Albernheit nicht eindeutig zweideutig zu grinsen und den Anfall der Jungs ein wenig abfällig zu kommentieren.

Tags darauf begrüßte mich Alexander mit den Worten "Na, Schätzchen!" im Klassenraum. Das nahm ich reaktionslos zur Kenntnis und fragte mich allerdings schon ernsthaft, was mir Alexander damit sagen wollte. Die Stunde nahm seinen Lauf bis mich Karl zu sich bat, um eine Frage zu klären. Plötzlich drehte er sich zu mir um, strahlte mich an und hauchte mir bedeutungsvoll zu, dass ich heute besonders gut riechen würde. Ich musste laut lachen: "Ach komm, Karl, lass gut sein!" Darauf grinste Karl nur und fragte, ob er mich denn wuschig machen würde. Jetzt konnte ich mich vor Lachen kaum noch halten.
Doch obwohl ich der Meinung war, dass sich diese Szene nicht mehr toppen lässt, muss ich eingestehen, dass es meine neunte Klasse heute doch geschafft hat. Nachdem ich schon ein Mal das undefinierbare und mit Sicherheit völlig fehlgeleitete Gefühl hatte (hoffentlich, bitte, bitte, bitte!), dass mir zwei von den Neuntklässlern auf den Hintern geschaut und gepfiffen haben, schoss Dennis dann heute den Vogel ab.
Wann kniet ein Schüler vor einer Lehrerin? Im Grunde kniet ein Schüler nie vor einer Lehrerin. (Darüber muss ich nochmal nachdenken, warum eigentlich nicht...) Aber die eine oder andere Erklärung könnte es geben. Wenn er auf Knien für all seine Missetaten um Verzeihung winselt! (Auch wenn dann nahezu alle Schüler täglich mehrere Stunden kniend auf dem Boden verbringen würden. Warum eigentlich nicht! Ich glaub, das werd ich ab morgen einführen.) Wenn er darum bettelt keine "Sechs" zu erhalten! (Würde zwar nichts bringen, aber ein schönes Bild!) Oder vielleicht wenn er schwört sich zu bessern und nie, nie, nie, nie wieder den Unterricht zu stören? Nein, Dennis kniete heut vor mir nieder, um mir meine am Stundenbeginn ausgeteilten Kopien zurückzugeben. Diese Szene war schon merkwürdig genug, doch Dennis musste dem Ganzen noch eins draufsetzen, indem er seinen Kniefall folgendermaßen kommentierte: "Nur wegen Ihnen habe ich mir jetzt die Hose dreckig gemacht!" Ich setzte eine äußerst betroffene Mine auf und fragte mit eindeutig ironischem Unterton, ob ich seine Hose mit nach Hause nehmen solle, um sie zu waschen. Doch wer hofft dieser Schlagabtausch sei hier zu Ende, der irrt, aber gewaltig. Dennis greift sich an seinen Hosenbund und ich höre schon das Metall seiner Gürtelschnalle klappern. An dieser Stelle muss ich gestehen, dass Dennis hier die Schlacht gewonnen hatte (aber natürlich noch nicht den ganzen Krieg). Denn ich drehte mich zur Tafel, hielt mir Hände vor Augen und lachte herzlich. Als ich mich wieder umdrehte, hatte sich Dennis mit geschlossener Hose wieder hingesetzt und die Stunde war beendet.

Oder hätte ich ihn mit starkem Blick taxieren sollen und es darauf ankommen lassen, dass er in der Unterhose nach Hause fährt? Eine lustige Vorstellung...

Freitag, 1. Oktober 2010

Horizont und Standpunkt

 
Der Horizont der meisten Menschen ist ein Kreis mit dem Radius 0.
Und das nennen sie ihren Standpunkt. 

The horizon of most people is a circle of radius 0th.
And that they call it their position.


Albert Einstein

Donnerstag, 30. September 2010

Outing



Ja, ich denke, es ist an der Zeit sich zu outen. Ich bin Lehrerin. Meine Schüler verwenden diese Berufsbezeichnung schon manchmal fast wie ein Schimpfwort: "Naja, Sie sind ja Lehrer...! Das müssen Sie ja jetzt auch so sagen." Ich bin mir nur nicht sicher, was die "lieben Kleinen" mir damit sagen wollen. Vermutlich, dass ich meine gesamte Freizeit mit Korrekturen und Vorbereitungen verbringe, keinen Alkohol trinke und  auch keine Freunde und vor allem auch keine Freude am Leben habe. Außerdem auch nie über versaute Witze lachen. Denn ich bin ja nur Lehrer. Komisch, dass ich mich aber gar nicht so fühle, wie ich meine eigenen Lehrer früher gesehen habe. Ich dachte da nämlich auch, die leben den ganzen Tag für die Schule und als Lehrer hat man eigentlich auch, wenn man nicht schon direkt in der Schule wohnte, zumindest im direkten Umfeld zu wohnen. Bei mir war das früher (so etwa vor etwa hundert zwanzig Jahren, im letzten Jahrhundert) auch so. Wenn ich mich daran erinnere wohnten tatsächlich alle Lehrer im gleichen Ort, nur wenige Meter von der Schule entfernt. Und natürlich hatten Lehrer auch kein Privatleben...

puh, jetzt ist es endlich raus. Ich fühle mich auch gleich viel besser, jetzt wo es endlich raus ist. Es stimmt also offensichtlich doch, dass man sich besser fühlt, wenn man mal drüber geredet hat.  Im nächsten Post sollte ich das vielleicht auch noch weiter ausdiskutieren... An dieser Stelle kann ich ja auch mal verraten, dass Frl. Krises Blog mein momentanes Lieblings-Blog ist und jeder wird nun verstehen warum...

Freitag, 24. September 2010

Freitagsfüller Nr. 6

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  1. Wenn ich könnte, würde ich die Welt retten und wieder zurück ins Paradies führen (was auch immer das sein mag...) .
  2. Kleine, süße, rote Äpfel sind zur Zeit mein Lieblingssnack .
  3. Mein Leben wäre einfacher, wenn  dieses "potentielle Beziehungskramzeugsquatsch mit den Männern" nicht so schrecklich kompliziert wäre
  4. Durchatmen, Musik hören, Lesen und ein Weinchen ist eine schöne Art den Tag zu beenden.
  5. Erste Eindrücke bleiben meist für immer im Gedächtnis hängen.
  6. Bei Ravioli aus der Dose wird mir schlecht.
  7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das ein oder andere kühle Bierchen, morgen habe ich gaaanz viel Entspannung geplant und Sonntag möchte ich mal richtig fleißig sein!
 Freitagsfüller #78, gefunden bei Barbara

    Sonntag, 19. September 2010

    Buugle - Was Google kann, können wir schon lange

    Auf den ersten Blick ein wirklich witziger Clip, um nicht zu sagen zum Totlachen, aber bei genauerer Betrachtung blieb mir das Lachen im Halse stecken. Die totale Überwachung und keiner regt sich auf. Schließlich haben wir alle doch nichts zu verbergen. Oder? Das was hier auf legalen Weg passiert, ist kaum zu fassen. Dagegen war das MfS Kindergarten ...


    Donnerstag, 16. September 2010

    The man who went to Malta

    Die Arbeit kann doch so unglaublich viel Spaß machen und unendlich lustig sein, wenn es solche Pausenfüller gibt. Ich habe heut aus diesem Grund Tränen gelacht...